„Pax et Bonum“ HERZLICHST WILLKOMMEN - Fünf sind geladen, Zehn sind gekommen. Gieße Wasser zur Suppe, Heiß alle WILLKOMMEN. - *** Alles schweigt, nur die Referenzen sprechen. ***

Hausbesuch

Hausschuhe, Tee, Kolonya und mehr…

Die neu Ankommenden werden gehört haben, dass man die Schuhe beim Betreten einer türkischen Wohnung ausziehen soll. Aber es gilt nicht überall. Diese Gewohnheit wird in den finanziell und kulturell höher entwickelten Milieus nicht ausgeübt. Es ist eher ein ländlicher Brauch, den man in den konservativen Familien wiederfindet. Generell tragen die Türken zu Hause Hausschuhe (Terlik).

In Anbetracht des staubigen und schmutzigen Zustandes der Straßen werden die Hausherrinnen, die sich unter ihnen bezüglich der Sauberkeit messen, Sie mit ihren Schuhen sicherlich nicht hineingehen lassen. Aber beunruhigen Sie sich nicht, es wird immer ein Paar “Hausschuhe für Gäste” in Reserve geben. Wenn Sie, ein bisschen Pedant sind, können Sie ihre eigenen Hausschuhe mitnehmen.

Bei den Türken, besonders zur Zeit des Bayram (Festtage), reicht man den Gästen Kolonya (Kölnischwasser). Sie öffnen die Handfläche, um einige Tropfen zu bekommen und reiben sich die Hände. Falls Sie gegen diesen Geruch allergisch sind, können Sie es ablehnen.

Um ihren Respekt vor älteren Personen zu zeigen, küssen die Türken ihren Handrücken und führen sie dann an ihre eigene Stirn. Vergessen Sie nicht, dass in diesem Land besonders die älteren Generationen und Personen eines bestimmten Ansehens dieses Zeichen der Höflichkeit schätzen. Es ist genauso gültig bei den Lehrern von ihren ehemaligen Schülern.

In einigen Familien raucht man vor den älteren Mitgliedern nicht und beim Sitzen darf man die Beine weder kreuzen, noch die Schuhsohle seiner Schuhe zeigen.

Wenn Sie irgendwo zum ersten Mal hingehen, beobachten Sie Ihre Umgebung. Es wird Ihnen helfen zu ahnen, wie Sie sich verhalten sollen. Die Frauen hier sind nicht gewöhnt an den Handkuss. Die Türken haben enormen Sinn für Rangordnung und Respekt. Es gibt für alle Umstände geeignete Höflichkeitsformeln.

Was die Kunst des Bekommens und Anbietens angeht sind die Türken große Meister. Wo auch immer Sie zu Mittag oder Abend essen gehen, können Sie sich “bedroht” fühlen, wenn Sie nicht in voller Ration essen, was liebevoll vorbereitet ist. Essen Sie wenig? Sie lassen ein wenig auf ihrem Teller übrig, da kommt sofort der Wortschwall: Ist das nicht gut? Hat es Ihnen nicht geschmeckt? Sollten Sie sich aus Höflichkeit heraus unglücklicherweise noch einmal servieren lassen, kommt die nächste Welle auf Sie zu: Noch ein klein wenig mehr ! Da sind Sie wieder einmal mit einem vollen Teller und dem qualendem Magen! Nein zu sagen ist furchtbar schwer. Mit der Zeit jedoch, werden Sie aus diesen Situationen meisterhaft herauskommen!

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