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Haydarpasa Hauptbahnhof

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Ein Werbfilm vom Channel, wo man Haydarpasa Bahnhof als Plateau ausgesucht hat.

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Ein Werbfilm von einer türkischen Kekse, als Plateau wieder Haydarpasa Bahnhof ausgesucht ist.


Haydarpascha Hauptbahnhof (Haydarpasa Gari)

Der Bahnhof Istanbul Haydarpascha (Haydarpasa) ist mit dem Bahnhof Sirkeci auf der europäischen Seite der zweite große Bahnhof Istanbuls und liegt auf der asiatischen Seite des Bosporus, sowohl architektonisch wie auch historisch eines der wichtigsten Gebäude im Bereich des Eisenbahnverkehrs.

Die Stelle, wo der Bahnhof heute steht, lag bis 1903 unter Wasser. 1872 wurde das erste Bahnhofsgebäude etwa 1 km entfernt von dem heutigen Bahnhof gebaut. Zwecks Erweiterung der Linien nach Izmit (eine Provinzstadt der Türkei) jedoch wurde es entschieden, einen neuen Bahnhof zu bauen. Der Bahnhof wurde durch die Firma Philipp Holzmann nach Plänen der deutschen Architekten Otto Ritter und Helmut Cuno als Ausgangspunkt der Anatolischen Eisenbahn und in ihrer Fortsetzung der Bagdad Bahn erbaut. Mit dem Bau des Hafens und Bahnhofes von Haydarpasa wurde die deutsche Gesellschaft “Anatolien-Bagdad” beauftragt.

Der heutige Kopfbahnhof ist innerhalb des Hafengeländes Haydarpasa gelegen. An der nördlichen Seite des Personenbahnhofes ist ein kombinierte Güter- und Hafenbahnhof zu sehen.  Beginn der türkischen Bahnlinien in Richtung Anatolien, Iran, Irak und Syrien ist Haydarpasa Bahnhof.

Zuerst wurde der Deich konstruiert, auf dem eine Säule anlässlich des 25. Jahrestages der Herrschaft von Sultan Abdühamid aufgestellt wurde. Der Deich und die Leuchttürme wurden an dem Geburtstag des Sultans eingeweiht. Die ursprüngliche Größe von 2.525 m2 erreichte im Laufe der Zeit 3.836 m2.

Mit dem Bau wurde am 30. Mai 1906 unter Abdülhamid II. begonnen, die Einweihung erfolgte am 19. August 1908. In der Endphase des Osmanischen Reichs diente der Bahnhof für erste Fahrten nach/über Damaskus und nach Medina (teilweise Pilgerfahrten).

Das Gebäude ist ein Beispiel der deutschen Neo-Renaissance Architektur. Der östliche Teil ist kürzer als der westliche Teil, welcher ein verlängertes U bildet. In der Mitte dieses Teiles befinden sich lange Gänge, die in Säle mit hohen Decken münden. An beiden Enden sind Hallen, deren Tore die Innen- und Außenseiten des Bahnhofes öffnen. Die geflügelten Räder, die das Symbol der türkischen Bahn sind, verzierten die Decken. Heute ist nur noch eines davon zu sehen.

Das hohe Holzdach ist mit Schiefer bedeckt. Eine immense Uhr im Barockstil beherrscht das Fassadenbild. Ursprünglich war sie mit einem Zeichen verziert, auf dem Adlerflügel auf einem Rad zu sehen waren das Symbol der deutschen Bahn. Es wurde dann stilisiert und ist zum Wahrzeichen der türkischen Bahn geworden.

Das mit Fayencen verzierte Bahnhofsrestaurant (Gar Lokantasi) im östlichen Flügel ist ein Werk des Meisters Mehmet Emin.

Während des ersten Weltkriegs wurde 1917 ein Anschlag auf das Gebäude verübt, bei dem große Teile des Gebäudes zerstört wurden. Das Gebäude wurde aber unmittelbar darauf wieder aufgebaut und in seinen heutigen äußeren Zustand versetzt. Die letzte große Renovierung bzw. Restauration der alten Gemäuer erfolgte 1983.

Der Name des Bahnhofs geht zurück auf einen berühmten Pascha, der unter Selim III. dem Hof diente.

Am 28.11.2010 kam es zu einer verheerenden Brand im Dachstuhl des Gebäudes, das große Teile des historischen Daches zerstört hat.

© Ahmet Aybar 2011

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